Die Skoliose ist eine komplexe dreidimensionale Deformität der Wirbelsäule, die in ihren drei Ebenen und in allen Wirbelsäulensegmenten auftreten kann. Etwa 90% aller Skoliosen sind idiopathische Skoliosen, von der Mädchen viermal so häufig betroffen sind als Jungen. Die restlichen 10% diagnostizierter Skoliosen verteilen sich auf die kongenitalen und neuromuskulären Skoliosen.

skolioseMan unterscheidet die aktiv und passiv nicht vollständig ausgleichbare strukturelle Skoliose mit Deformation und Rotation der Wirbelkörper von der rein funktionellen Skoliose. Die funktionelle Skoliose findet sich meistens bei Haltungsschäden, wie zum Beispiel Beinlängendifferenzen. In diesen Fällen ist die Skoliose nicht fixiert, sie ist im Liegen ausgleichbar.

Man teilt die Skoliosen in folgende Gruppen ein:

  • Idiopathische Skoliose
    80-90% aller Skoliosen bezeichnet man als „idiopathisch”. Das bedeutet, dass die Entstehung und Ursache bislang nicht geklärt ist. Die idiopathischen Skoliosen werden nach dem Alter des jeweiligen ersten Auftretens in Untergruppen geteilt.
  • Kongenitale (angeborene) Skoliose
    Unter einer kongenitalen (angeborenen) Skoliose versteht man eine Wirbelsäulendeformität mit Seitverbiegung und Verdrehung der Wirbelsäule, die durch angeborene Störungen in der embryonalen Wirbelentwicklung verursacht wird
  • Neuromuskuläre Skoliose
    Skoliosen, die primär durch neurologische oder muskuläre Erkrankungen entstehen und durch eine Vielzahl von Symptomen in unterschiedlicher Ausprägung bestimmt sind (zum Beispiel Störungen des Haltungs- und Bewegungsapparats, geistiger Behinderung oder Schädigung der Sinneswahrnehmung). Viele dieser Erkrankungen beginnen bereits im Kindesalter und können, neben der Vielzahl der vorherrschenden Einzelsymptome, durch die neuromuskuläre Störung des Haltungsapparats mit lokal oder generalisiert auftretenden Muskeldysfunktionen im Verlauf der Erkrankung auch zur Ausbildung einer Skoliose führen.

Symptome

Im Anfangsstadium kann die Skoliose keinerlei Beschwerden verursachen, weshalb diese Erkrankung häufig nur durch Zufall entdeckt wird.

Bei einer fortgeschrittenen Skoliose können sich folgende Symptome zeigen:

  • Nicht lotgerechter Verlauf der Dornfortsatzreihe
  • Verschiedene Höhe des Schulterstandes
  • Rippenbuckel
  • Rippental
  • Lendenwulst
  • Verstrichene Taillendreiecke
  • Schräge Kopfhaltung

 

  • Seitlicher Rumpfüberhang
  • Rückenschmerzen
  • Deformität des Brustkorbs 
  • Bei einer fortgeschrittenen Deformierung des Brustkorbs kann es zur Kompression von Herz und Lunge kommen, wodurch die Herz-, Kreislauf- und Atemfunktion stark beeinträchtigt werden kann.
  • Einschränkung der Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität
  • Degenerative Veränderungen an den betroffenen Wirbelsäulensegmenten

Eine Skoliose muss heutzutage nicht mehr ausschließlich operativ behandelt werden. In den letzten Jahren haben sich verschiedene konservative Therapiemöglichkeiten als äußerst wirksam bei Kreuzschmerzen oder Rückenleiden erwiesen. Wir helfen Ihnen, die für Sie richtige Therapieform zu finden. Sprechen Sie uns einfach darauf an.

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 Praxisklinik Mannheim
 

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